| Makarska
Makarska [ˈmǎkâr.skâ] (deutsch veraltet
Macharscha) ist eine Stadt in Kroatien. Sie liegt in der Region
Dalmatien, an der kroatischen Adria im Zentrum der Makarska-Riviera.
Die Stadt ist auch der Zweitsitz der katholischen Erzdiözese Split-Makarska.
Makarska zählt etwa 13.716 Einwohner, von denen die überwiegende
Mehrheit der Bevölkerung mit 94,83% die Kroaten stellen.
Im Zentrum von Makarska befindet sich der Kačić-Platz
(Kačićev trg), benannt nach dem Dichter und Philosophen
Andrija Kačić-Miošić, dessen Statue auf dem Platz
aufgestellt ist.
Nordöstlich des Ortes ragt das Biokovo-Massiv mit dem höchsten Gipfel,
dem „Sveti Jure“, über 1.767 m auf.
Makarska wurde im Laufe der Zeit von vielen verschiedenen Völkern
beherrscht, nach den Römern herrschten Kroaten, dann die Venezier,
später die Habsburger über die Stadt.
Die antike Siedlung, wahrscheinlich Muccurum, wurde der Überlieferung
zufolge im Jahr 548 von dem ostgotischen König Totila zerstört.
Später wird Makarska zu einem der Hauptstützpunkte des Stammes der
Neretljani (Narentanier). Bis zum 14. Jh. erkennt die Stadt die
Souveränität der kroatischen Dynastien bzw. der ungarisch-kroatischen
Könige an. Von 1324 bis 1463 steht sie unter der Herrschaft der
bosnischen Dynastie Kotromanić. 1499-1646 ist sie von den Türken
besetzt, 1646-1797 von Venedig und 1815-1918 von Österreich.
Am Ufer sieht man die Barockkirche des St. Philipp Neri und das
Gebäude des ehemaligen Oratorianerklosters, das seine ursprüngliche
Erscheinungsform bewahrt hat. Am westlichen Ende der Uferstraße
Obala kralja Zvonimira beginnt eine Küstenpromenade, auf der man
die Landzunge Sveti Petar umgehen kann (Leuchtturm, Grundmauern
der Peterskirche aus dem 15. Jh. sowie die 1993 erneuerte Peterskirche).
Östlich des Piers erstreckt sich die Uferstraße Marineta mit einer
bis zum bewaldeten Osejava-Kap reichenden Allee. Unweit davon liegt
das Franziskanerkloster mit Kreuzgang aus dem Jahr 1400 (1540 erneuert,
in heutiger Form seit 1614). In der alten einschiffigen Klosterkirche
mit barockem Glockenturm aus dem Jahr 1715 ist heute eine Pinakothek
untergebracht (Mariä Himmelfahrt von Pietro de Coster, 1760). Im
Kreuzgang des Klosters kann man eine Malakologische Sammlung bewundern.
Vom Pier führen Stufen zum Kačić-Platz im alten Stadtkern,
wo ein Denkmal an den Dichter Andrija Kačić-Miočić
erinnert (ein Werk von Ivan Rendić, 1889); auf der nördlichen
Seite des Platzes steht die barocke Pfarrkirche St. Markus (erbaut
1700-1776), die bis 1828 auch die Episkopalkirche war. In ihrem
Inneren sind der silberbeschlagene Altar der Rosenkranzmadonna (aus
dem Jahr 1818) und der Hauptaltar aus inkrustiertem Marmor (eine
venezianische Arbeit aus dem 18. Jh.) zu bewundern. Vor der südlichen
Gebäudeseite befindet sich ein barocker Brunnen aus dem Jahr 1775.

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